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Berlin: Armin Laschet schießt im Bundestag gegen AfD

Bundestagsrede von Armin Laschet : Selbstmarketing im Reichstag

NRW-Ministerpräsident und CDU-Kanzlerkandidat Armin Laschet macht in der letzten Sitzungswoche vor der Wahl von seinem Rederecht im Bundestag Gebrauch. Dabei findet er scharfe Worte für die AfD und beschwört den Zusammenhalt in Europa.

Unionskanzlerkandidat Armin Laschet hat in der Bundestagsdebatte vor dem EU-Gipfel für Zusammenhalt zwischen den Mitgliedsstaaten und offene Grenzen innerhalb der Gemeinschaft geworben. Der europäische Binnenmarkt dürfe nicht wieder durch Grenzschließungen zerstört werden, sagte der CDU-Chef am Donnerstag im Bundestag mit Blick auf die Corona-Pandemie.

Richtung AfD sagte Laschet: „Sie schaden deutschen Interessen! Das ist es, was sie anstellen mit ihrem Gegröle.“ Der Kanzlerkandidat sagte weiter: "Weder von einem tödlichen Virus noch von antieuropäischer Häme und Skepsis lassen wir uns dieses Europa kaputtmachen."

Man brauche Europa mehr als je zuvor. „Wir stehen an einem Epochenwechsel.“ Laschet verwies auf eine „große wirtschaftliche Dynamik“ in Asien, ein sich veränderndes internationales Machtgefüge, den Klimawandel, Völkerrechtsbrüche in Europa und Cyberangriffe. „Dazu ist (...) der Nationalstaat alleine zu schwach, um in dieser Welt zu bestehen.“

"Man glaubte ernsthaft, man könne ein Virus bekämpfen mit dem Schließen von Grenzen, mit Schlagbäumen, mit Zollbeamten", sagte Laschet. So weit dürfe es nicht mehr kommen. "Wir dürfen diesen Binnenmarkt nicht wieder durch Grenzschließungen zerstören."

(chal/dpa/afp)