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Befragung zum Solidaritätszuschlag: Mehrheit will festhalten

Umfrage : Knappe Mehrheit der Deutschen will an "Soli" festhalten

Eine knappe Mehrheit der Deutschen will den Solidaritätszuschlag beibehalten, wenn auch in anderer Form als bisher. In einer Umfrage sprachen sich 51 Prozent dafür aus, 44 Prozent würden den Soli lieber ersatzlos streichen. In Ostdeutschland wollen demnach sogar 58 Prozent am Soli grundsätzlich festhalten, im Westen 50 Prozent.

Vergleichsweise geringe Unterschiede gibt es der Forsa-Umfrage für das Magazin "Stern" zufolge zwischen den Anhängern der großen Parteien. So wollen 58 Prozent der SPD-Anhänger den Soli beibehalten, aber auch 56 Prozent der Unionsanhänger.

Bei den Grünen sind es sogar 60 Prozent. Gegen den Soli sind vor allem Anhänger der AfD. Von ihnen halten 66 Prozent den Zuschlag für überflüssig.

Über die Zukunft des Soli wird derzeit zwischen den Parteien sowie zwischen Bund und Ländern diskutiert. Die Union will den Zuschlag nach 2019 schrittweise abbauen. Die SPD favorisiert bisher eher eine Integration in die Einkommen- und Körperschaftsteuer, wovon auch Länder und Kommunen profitieren würden.

Der Soli war 1991 erstmals als Aufschlag auf die Einkommen- und Körperschaftsteuer eingeführt worden, um den Aufbau Ost mitzufinanzieren. Die Einnahmen, die bisher allein dem Bund zufließen, sind aber nicht zweckgebunden. Forsa befragte für die Umfrage am 5. und 6. März 1004 repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger.

(AFP)