Bafög: Studentenwerk kritisiert geringe und späte Anhebung

Für Wintersemester 2016/2017 geplant : Studentenwerk kritisiert geringe und späte Bafög-Anhebung

Die für das Wintersemester 2016/17 geplante Bafög-Anhebung um sieben Prozent fällt aus Sicht des Deutschen Studentenwerks zu gering aus und kommt zu spät.

"Betrachtet man die Preis- und Einkommensentwicklung seit 2010, wird klar: Die Bafög-Bedarfssätze müssten bereits jetzt, zum Wintersemester 2014/2015, um 7,5 Prozent und die Freibeträge um zehn Prozent erhöht werden", sagte Achim Meyer auf der Heyde, Generalsekretär des Studentenwerks.

"Grundsätzlich dürfen nicht immer viele Jahre und mehrere Generationen von Bachelor-Studierenden ins Land gehen, bis sich beim Bafög etwas tut. Wir fordern deshalb eine regelmäßige, dynamische Erhöhung des Bafög", sagte er.

Das Kabinett verabschiedet heute die Bafög-Novelle von Bildungsministerin Johanna Wanka (CDU). Sie sieht vor, die staatliche Unterstützung für Studenten aus einkommensschwachen Elternhäusern zum Beginn des Wintersemesters 2016 um sieben Prozent zu erhöhen. Der Bund wird das Bafög komplett übernehmen, bisher hatten die Länder 35 Prozent der Kosten getragen. Die letzte Anhebung gab es 2010.

Da die Länder künftig beim Bafög nicht mehr mitreden dürften, gebe es für den Bund nun volle Handlungsfreiheit, sagte Meyer auf der Heyde. "Die sollte der Bund jetzt nutzen, um endlich eine automatische Anpassung des Bafög an die Entwicklung von Preisen und Einkommen zu realisieren."

(mar)
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