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Bärbel Bas: Duisburgerin Bärbel Bas soll Bundestagspräsidentin werden

Nachfolge Wolfgang Schäubles : Duisburgerin Bärbel Bas soll Bundestagspräsidentin werden

Die 53-jährige SPD Politikerin aus Duisburg soll von ihrer Fraktion nominiert werden. Das erfuhr unsere Redaktion am Mittwoch. Seit 2009 ist Bärbel Bas über ihr Direktmandat im Wahlkreis Duisburg I Mitglied des Bundestags.

Im SPD-Machtpoker um das zweithöchste Staatsamt ist eine Entscheidung gefallen. Nach Informationen unserer Redaktion will die SPD-Bundestagsfraktion Bärbel Bas für den Posten als Bundestagspräsidentin nominieren. Künftige Bundestagsvizepräsidentin soll Aydan Özoğuz werden. Dieses Personalpaket will Fraktionschef Rolf Mützenich am Abend dem Fraktionsvorstand unterbreiten. Die 206 SPD-Bundestagsabgeordneten müssen den Vorschlag Anfang nächster Woche noch bestätigen. Anschließend hat das gesamte Parlament in der konstituierenden Sitzung am kommenden Dienstag das Wort.

Auch die Grünen hatten sich zuletzt in einem Ampel-Bündnis Chancen auf den Posten ausgerechnet. Seit 2017 ist der CDU-Politiker Wolfgang Schäuble Bundestagspräsident. Nach der Wahl kann die SPD als stärkste Kraft das Amt beanspruchen. Ursprünglich wollte Mützenich selbst Bundestagspräsident werden. In und außerhalb der SPD wuchs aber der Druck, eine Frau zu berufen. In der Nachkriegsgeschichte gab es bislang nur zwei Bundestagspräsidentinnen, Annemarie Renger (SPD) und Rita Süssmuth (CDU).

Die 53-jährige Duisburgerin Bas ist seit 2009 im Bundestag. 2019 wurde die Gesundheitsexpertin als Nachfolgerin von Karl Lauterbach stellvertretende Vorsitzende der SPD-Fraktion. Zuvor war sie sechs Jahre parlamentarische Geschäftsführerin. Die 54 Jahre alte Hamburgerin Özoğuz gehört dem Bundestag seit 2009 an. Zuvor war sie Mitglied der Hamburger Bürgerschaft. Von 2011 bis 2017 war sie SPD-Bundesvize und von 2013 bis 2018 Migrationsbeauftragte der Bundesregierung.

(tb)