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Asylbewerber: Zahl der Afghanen in Deutschland hat sich verfünffacht

Asylbewerber : Zahl der Afghanen in Deutschland soll sich verfünffacht haben

Aus Afghanistan suchen immer mehr Menschen in Deutschland Asyl. Laut einem Medienbericht hat sich ihre Zahl seit 2010 auf eine Viertel Million verfünffacht. Demnach werden zwar viele Anträge abgelehnt – trotzdem dürfen die Menschen bleiben.

Aus Afghanistan suchen immer mehr Menschen in Deutschland Asyl. Laut einem Medienbericht hat sich ihre Zahl seit 2010 auf eine Viertel Million verfünffacht. Demnach werden zwar viele Anträge abgelehnt — trotzdem dürfen die Menschen bleiben.

Wie die "Welt" berichtet, lebten Ende 2016 rund 253.000 Afghanen in Deutschland und damit etwa 200.000 mehr als noch 2010. Die Zeitung beruft sich auf Angaben aus dem Bundesinnenministerium und dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF). Demnach suchten bis Ende Juli weitere knapp 7400 Afghanen Asyl in Deutschland.

In den vergangenen Jahren sei etwa jeder zweite Asylantrag anerkannt worden, schreibt die "Welt" weiter. 2017 seien es bisher rund 44 Prozent gewesen. Die meisten abgelehnten Afghanen würden aber im Land bleiben. Hintergrund sei das deutsche Asylrecht, berichtet die Zeitung.

Demnach wird ein Ausländer ausreisepflichtig, sobald sein Asylantrag abgelehnt wird. Aber der Vollzug der Ausreisepflicht könne ausgesetzt werden. Der abgelehnte Asylbewerber erhalte dann eine sogenannte Duldung, bleibe aber ausreisepflichtig. Diesen Status hätten etwa drei von vier ausreisepflichtigen Afghanen, schreibt die "Welt".

Deshalb sei die Zahl der ausreisepflichtigen Afghanen in den ersten sieben Monaten des Jahres von 11.887 auf 15.112 gestiegen, obwohl im selben Zeitraum seien 43.244 Asylanträge abgelehnt worden seien. Gleichzeitig seien rund 1.100 Afghanen über geförderte freiwillige Ausreisen oder Abschiebungen zurückgekehrt.

(wer/KNA)