Nach dem Willen der Integrationsbeauftragten: Asylbewerber sollen rascher arbeiten dürfen

Nach dem Willen der Integrationsbeauftragten : Asylbewerber sollen rascher arbeiten dürfen

Asylbewerber sollen nach dem Willen der Integrationsbeauftragten der Regierung, Maria Böhmer (CDU), möglichst schnell nach ihrer Ankunft in Deutschland Arbeit finden.

"Mit Nachdruck unterstütze ich die Forderung des Integrationsbeirates, allen in Deutschland lebenden Ausländerinnen und Ausländern den Zugang zum Arbeitsmarkt spätestens nach sechs Monaten zu ermöglichen", sagte Böhmer unserer Redaktion.

Auf EU-Ebene ist geplant, die Frist des Arbeitsverbots von zwölf auf neun Monate zu verkürzen. Böhmer will dies in Deutschland für eine weiter gehende Entscheidung nutzen. Viele Asylbewerber wollten so schnell wie möglich nach ihrer Ankunft in Deutschland arbeiten, betonte sie, hätten aber bisher nicht die Möglichkeit dazu.

"Statt einer Arbeit nachzugehen und sich ihren Lebensunterhalt finanzieren zu können, sind sie auf den Bezug von Sozialleistungen angewiesen." Die erzwungene Untätigkeit demotiviere die Betroffenen und belaste die Sozialkassen. Auch angesichts der niedrigen Arbeitslosigkeit sei das einjährige Arbeitsverbot für Asylbewerber nicht mehr zeitgemäß.

Im Oktober ist die Zahl der Asylbewerber stark gestiegen. Vor allem die Neuzugänge aus dem Balkan nahmen zu. Im Gegensatz zu Flüchtlingen aus Syrien, Afghanistan, Iran und Irak werden sie in der Regel nicht anerkannt.

(qua)