ARD-Sommerinterview: Christian Lindner schmettert Frage von Tina Hassel ab

„Geschmacklos“ : Christian Lindner schmettert Frage im ARD-Sommerinterview ab

Im Gespräch mit ARD-Hauptstadtjournalistin Tina Hassel stellte sich FDP-Chef Christian Lindner gewohnt lässig den Fragen zu Politik und Weltgeschehen. Doch eine Frage schmeckte dem 40-Jährigen überhaupt nicht. Die Antwort verweigerte er.

In der sitzungsfreien Zeit im politischen Berlin steht das ARD-Sommerinterview für den lockeren Austausch mit den Spitzenpolitikern Deutschlands. Und bei den Fragen zum Klimaschutz, den “Fridays for Future”-Protesten oder der Co2-Debatte blieb FDP-Chef Christian Lindner auch noch gewohnt locker und entspannt. Doch was dann im Gespräch mit ARD-Moderatorin Tina Hassels folgte, damit hat offenbar selbst der 40-Jährige, der für seine Schlagfertigkeit in und außerhalb der Partei bekannt ist, nicht gerechnet.

Das Format „Frag selbst!“ soll auch den Zuschauern des Interviews die Möglichkeit geben, ihre Fragen direkt an den Spitzenpolitiker weiterzuleiten. Dabei kann es durchaus schon mal knifflig werden. Fragen wie „lieber gar nicht antworten als schlecht antworten“ - eine Anspielung auf Lindners Leitspruch beim Abbruch der Jamaika-Koalitionsverhandlungen - nahm der FDP-Chef noch gelassen und antwortete lächelnd mit einem simplen „ja“.

Die anschließende Frage beantwortete er allerdings nicht: „Lieber Vermögenssteuer oder gleichaltrige Freundin?“ Lindners Lächeln wich einem ernsten Gesichtsausdruck. Er wiederholte sie und gab anstelle einer Antwort nur ein deutliches Urteil ab: „Geschmacklos!“.

Christian Lindner hatte im vergangenen Jahr seine Beziehung zur zwölf Jahre jüngeren RTL-Journalistin Franca Lehfeldt öffentlich gemacht.

Bereits nach Ende der Schnellfragerunde häuften sich die Beschwerden im Netz. „Unverschämt“, „klare Grenzüberschreitung“, „unprofessionell“ - die ARD-Redaktion musste sich massiver Kritik der Zuschauer stellen und entschuldigte sich deshalb bei Lindner selbst, aber auch beim Publikum.

Darüber hinaus versprechen die Verantwortlichen, künftig die Fragen der Zuschauer sensibler auszuwerten.

Mehr von RP ONLINE