Antisemitismus hat in Deutschland keinen Platz

Kommentar: Angriff auf die Toleranz

Der Angriff auf einen israelischen Gastprofessor in Bonn ist ein weiteres Warnsignal für zunehmenden Antisemitismus in unserer Gesellschaft – bei Deutschen wie bei muslimischen Migranten

Es ist schon ungeheuerlich, dass ein Gastprofessor aus den USA, der eine Kippa trägt, mitten im belebten und beliebten Hofgarten der Bonner Universität antisemitisch attackiert wird. Das zeigt leider, dass bei vielen muslimischen Migranten die Bereitschaft zu antisemitischer Gewalt verbreitet ist. Denn der Bonner Fall ist nicht der erste. Und wenn Juden es vermeiden, ihre Kippa öffentlich in Deutschland zu tragen, ist etwas fundamental nicht in Ordnung. Der muslimische Antisemitismus darf nicht verdecken, dass auch Rechtsradikale hierzulande immer dreister auftreten und ihre Gesinnung nicht kaschieren. Der Beweis ist die Zunahme rechtsradikaler Straftaten in Nordrhein-Westfalen.

Unser Staat und unsere Gesellschaft dürfen beides nicht akzeptieren. Solche Täter verdienen die volle Härte des Gesetzes. Der Urteilsspruch im Fall des Berliner Kippa-Angreifers geht in die richtige Richtung. Aber auch politisch gilt bei Antisemitismus die Nulltoleranz-Linie. Die Entschuldigung Nahost-Konflikt darf von den Tätern nicht herangezogen werden. Das deutsche Grundgesetz steht für Toleranz und körperliche Unversehrtheit. Das durchzusetzen, ist erste Pflicht des Staates.