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Anschlag in Berlin: Solidarität trifft auf rechte Parolen

Reaktionen auf den Anschlag in Berlin : Solidarität trifft auf rechte Parolen

Zwei Tage nach dem Anschlag auf den Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche haben mehrere Kundgebungen in Berlin stattgefunden: Die NPD hatte zu einer Versammlung aufgerufen. Hunderte demonstrierten hingegen mit dem Slogan "Herz statt Hetze" für mehr Solidarität.

Tausende Kerzen und Blumen haben die Berliner seit Dienstagmorgen zum Ort des Anschlags am Breitscheidplatz gebracht. Zwei Tage nach der Tat kamen die Menschen in der Hauptstadt zusammen, um mit Kundgebungen und Mahnwachen ein Zeichen der Anteilnahme zu setzen. Unter dem Motto "Berlin bleibt solidarisch" trafen sich Menschen an der Kantstraße. Auch am Pariser Platz und dem Hardenbergplatz kamen Demonstranten zusammen, um ihr Mitgefühl für die Opfer auszudrücken.

Viele folgten aber auch dem Aufruf von Özcan Mutlu. Der Bundestagsabgeordnete der Grünen hatte zur Gegendemonstration gegen die NPD-Kundgebung aufgerufen. Die Gegendemonstranten trugen rote Herzen bei sich — einige davon mit der Aufschrift "Herz statt Hetze" oder "Mehr Herz statt Hass". Auch "Solidarität statt Hass" war auf Plakaten zu lesen.

Der Aufmarsch der NPD unter dem Motto "Berlin wehrt sich" konnte wegen der Gegendemonstranten zunächst nicht stattfinden. Mitglieder der "Identitären Bewegung" trafen sich hingegen zu einer Sitzblockade vor der CDU-Parteizentrale. Augenzeugen berichteten in den sozialen Netzwerken, dass die Demonstranten "Schützt unsere Frauen" riefen.

Die AfD-Politiker Alexander Gauland und Björn Höcke kamen zu der Kundgebung "Sicherheit für Deutschland", die vor dem Kanzleramt stattfand. Viele Teilnehmer diese Kundgebungen trugen Deutschland-Fahnen oder Schilder mit der Aufschrift "Merkel muss weg".

(rent)