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Annalena Baerbock: Horst Seehofer findet Kritik an Buch überzogen

Grünen-Kanzlerkandidatin : Seehofer findet Kritik an Baerbocks Buch überzogen

Die anhaltende Kritik an Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock und ihrem jüngst veröffentlichten Buch hält Bundesinnenminister Horst Seehofer für überzogen.

Der CSU-Politiker sagte der „Süddeutschen Zeitung“ (Mittwoch): „Ich halte das einfach für übertrieben.“

Seit Anfang vergangener Woche macht der österreichische Medienrechtler Stefan Weber immer mehr Stellen in Baerbocks Buch „Jetzt. Wie wir unser Land erneuern“ publik, an denen sich auffallende sprachliche Ähnlichkeiten zu anderen Veröffentlichungen finden. Zuvor war bekannt geworden, dass die Kanzlerkandidatin der Grünen Sonderzahlungen verspätet an den Bundestag gemeldet hatte. Partei und Kandidatin mussten zudem Angaben in Baerbocks Lebenslauf korrigieren.

Seehofer plädierte für mehr Gelassenheit im Wahlkampf. Er sagte: „Wie viele Bücher sind geschrieben worden, in denen man aus Programmen, aus anderen Konzepten einfach Dinge wiedergibt. Und nachdem es keine wissenschaftliche Arbeit ist, ist man auch nicht verpflichtet, die Quelle anzugeben.“ Es sei zwar durchaus angemessen, ein oder zwei Tage über ein solches Buch zu diskutieren, doch dann „muss es auch mal wieder gut sein“.

Jetzt von einem besonders schmutzigen Wahlkampf zu sprechen, wäre aus Sicht von Seehofer aber auch überzogen. Der Wahlkampf 1980 zwischen Franz Josef Strauß (CSU) und Helmut Schmidt (SPD), später mit Helmut Kohl (CDU), das seien „ganz andere Kaliber emotionaler Wahlkampfführung“ gewesen.

(mba/dpa)