Angela Merkel in Athen: Polizei setzt Tränengas gegen Demonstranten ein

Besuch in Athen: Griechische Polizei stoppt Demonstration gegen Merkel

Gegen 700 protestierende Merkel-Gegner setzten die Beamten Tränengas ein. Die Kanzlerin weilt seit Donnerstag zu einem Besuch in Griechenland. Offiziell seien die Spannungen der Vergangenheit überwunden.

In Athen hat die Polizei am Donnerstagabend am Rande des Besuchs von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) vorübergehend Tränengas gegen eine Gruppe von rund 700 linksgerichteten Demonstranten eingesetzt. Diese sollten daran gehindert werden, das Regierungsviertel der griechischen Hauptstadt zu erreichen und dort gegen die Visite zu protestieren. Merkel sei für die harten Sparprogramme verantwortlich, unter denen das griechische Volk leide, skandierten die Demonstranten nach Medienberichten. Die Lage beruhigte sich aber rasch, wie es weiter hieß.

Merkel war am Nachmittag zu einem zweitägigen Besuch in Athen eingetroffen, wo sie von ihrem früheren Widersacher, Ministerpräsident Alexis Tsipras, herzlich empfangen wurde.

  • Auslandsreise : Besuch beim griechischen Patienten

„Heute kommen Sie in ein völlig anderes Griechenland. Das Wachstum erzielt“, sagte Tsipras bei der Begrüßung der Kanzlerin. Griechenland sei „Teil der Lösungen und nicht das Problem“, fügte er hinzu. Die früheren Spannungen zwischen Athen und Berlin seien überwunden. Merkel würdigte die Anstrengungen des griechischen Volkes der letzten Jahre. Griechenland könne nun eine „wichtige Rolle im Südosten Europas spielen“, sagte Merkel. Die Begrüßung Merkels von Tsipras wurde vom griechischen Fernsehen (ERT) übertragen.

(cpas/ dpa)
Mehr von RP ONLINE