Angela Merkel (CDU) erklärt Verzicht - Armin Laschet lässt Kandidatur als Nachfolger offen

CDU-Parteivorsitz : Laschet lässt Kandidatur als Merkel-Nachfolger offen

Merkel will den CDU-Parteivorsitz abgeben. Als Nachfolger kommen einige Namen infrage. Auch Armin Laschet. Aber der NRW-Ministerpräsident lässt sich noch nicht in die Karten schauen.

Nordrhein-Westfalens CDU-Landeschef und Ministerpräsident Armin Laschet hält sich eine eigene Kandidatur um die Nachfolge von Angela Merkel für den Parteivorsitz offen. Die CDU müsse die Lage zunächst analysieren und danach entscheiden, sagte er am Montag in Düsseldorf. Es sei wichtig, zunächst das Gespräch zu suchen. Der CDU-Parteivorstand sollte daher am Montag weder einen Kandidaten für das Präsidium noch für den Bundesvorstand nominieren. Zu der Frage, ob er selbst als Kandidat antrete, äußerte sich der CDU-Bundesvize nicht. Laschets Name war bei den Spekulationen über eine Nachfolge Merkels immer wieder genannt worden.

CDU-Chefin Angela Merkel hatte nach den massiven Verlusten ihrer Partei bei der Landtagswahl in Hessen am Montag angekündigt, den Bundesvorsitz abzugeben. Kanzlerin will Merkel aber dennoch bleiben (die aktuellen Entwicklungen lesen Sie in unserem Liveblog)

Laschet würdigte Merkels Entscheidung als „bemerkenswert“. „Es war heute ein bewegter Tag, sicher auch ein historischer Tag.“ Der NRW-Ministerpräsident mahnte seine Partei: „Die CDU darf nicht nur um sich selbst kreisen. Es geht hier um mehr.“ Die Partei sei in der Bundesregierung schließlich weiterhin mit wichtigen innen- und außenpolitischen Problemen konfrontiert.

Bei der Suche nach einem Nachfolger für den Bundesvorsitz gehe es nicht darum, „wer ruft als erster hier“, sagte Laschet. Wichtig sei, die verschiedenen Flügel und Gruppen in der CDU wieder zu vereinen und für die Idee der Volkspartei zu kämpfen.

Unabhängig von Laschets möglicher Kandidatur könnte es einen Kandidaten für das wichtige Amt geben, der aus Nordrhein-Westfalen kommt: Gesundheitsminister Jens Spahn aus dem Münsterland wolle für den CDU-Parteivorsitz kandidieren, heißt es in Parteikreisen.

Bei der Landtagswahl in Hessen hatten CDU und SPD am Sonntag jeweils massiv Stimmen verloren - es war nach Bayern die zweite heftige Klatsche der GroKo-Parteien innerhalb von zwei Wochen.

(wer/dpa)
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