Angel Merkel zu 100 Jahren Frauenrecht

Merkel zu 100 Jahren Frauenwahlrecht : „Gleichberechtigung ist eine elementare Frage der Demokratie“

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat zum 100. Jahrestag der Einführung des Frauenwahlrechts mehr Anstrengungen für echte Gleichberechtigung von Männern und Frauen gefordert.

„Unsere Gesellschaft ist erst gerecht, wenn Parität auf allen Ebenen erreicht ist“, sagte Merkel am Mittwochabend in Berlin auf einer Festveranstaltung der Unionsfraktion. „Gleichberechtigung ist eine elementare Frage der Demokratie“, betonte sie.

Notwendig sei deshalb für Männer wie für Frauen eine echte Vereinbarkeit von Familie und Beruf „in umfassendem Sinne“. Dazu sei bereits viel passiert, etwa die Einführung von Elterngeld und Elternzeit. Merkel lobte auch ausdrücklich die gesetzliche Regelung zur Rückkehr von Teilzeit in Vollzeit. Aber: „Wir haben noch eine weite Wegstrecke zu echter Gleichberechtigung vor uns.“

Merkel kritisierte, dass der Anteil von Frauen im Bundestag zuletzt auf rund 30 Prozent zurückgegangen sei. In der Unionsfraktion sind derzeit nur 20 Prozent Frauen. Dieser Trend nach unten müsse aufgehalten und rückgängig gemacht werden. Deshalb müsse es mehr Frauen als Direktkandidaten in den Wahlkreisen geben. Das Problem werde eine Wahlrechtsreform allein nicht lösen können.

(özi/dpa)
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