Anfrage der Grünen - Wildtierverbot in Zirkussen lässt auf sich warten

Anfrage der Grünen : Wildtierverbot in Zirkussen lässt auf sich warten

Die Aufforderung der Bundesländer, den Einsatz bestimmter Wildtiere im Zirkus zu verbieten, ist offenbar verpufft. Die Grünen sprechen von Arbeitsverweigerung. Die Regierung verweist darauf, dass die Voraussetzungen für jede einzelne Tierart zu überprüfen seien.

Auch über ein Jahr nach der Aufforderung der Bundesländer, den Einsatz bestimmter Wildtiere im Zirkus zu verbieten, prüft die Bundesregierung, ob die Voraussetzungen vorliegen. Das geht aus der Antwort des Agrarministeriums auf eine Anfrage der Grünen hervor. Es grenze an "Arbeitsverweigerung", dass die Regierung auf den Beschluss des Bundesrates vom 18. März 2016 noch nicht reagiert habe, erklärte Grünen-Tierschutzexpertin Nicole Maisch.

"Giraffen oder Nilpferde haben in einem Zirkus nichts zu suchen", unterstrich die Abgeordnete. Minister Christian Schmidt (CSU) müsse die "politischen Scheuklappen" ablegen. Die Regierung verweist darauf, dass für jede Tierart zu untersuchen sei, ob ihr im Zirkus Schmerzen, Leiden oder Schäden entstünden. Diese Prüfung dauere an. Bei Verstößen gegen den Tierschutz könnten die Länder jetzt schon eingreifen.

(may-)
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