Bestehen im globalen Wettbewerb: Altkanzler Schröder fordert "Agenda 2020"

Bestehen im globalen Wettbewerb : Altkanzler Schröder fordert "Agenda 2020"

Zehn Jahre nach Ankündigung der "Agenda 2010" im Bundestag hat Altkanzler Gerhard Schröder (SPD) ein neues, umfassendes Reformpaket gefordert. Deutschland brauche eine "Agenda 2020", sagte Schröder. Bildung und Integration sieht er als Schlüsselfaktoren, um im globalen Wettbewerb bestehen zu können.

"Deutschland kann seinen Vorsprung gegenüber aufstrebenden Wirtschaftsmächten wie Brasilien und China nur verteidigen, wenn wir hart an unserer Wettbewerbsfähigkeit arbeiten." Nur wenn dies gelinge, gebe es genug Arbeit, könnten Renten bezahlt werden, könne es gute Schulen und Straßen geben. Das sagte Schröder der "Bild"-Zeitung.

"Mehr Ganztagesschulen"

Als wichtigste Vorhaben nannte Schröder Investitionen in Forschung und Bildung. "Wir brauchen noch mehr Ganztagsschulen, um denen größere Chancen zu geben, die zuhause nicht so gute Bedingungen haben", sagte er. "Wegen unserer niedrigen Geburtenrate haben wir zu wenig Fachkräfte. Deswegen sind gute Bildung und Betreuung so wichtig."

"Wir brauchen Einwanderer"

Zugleich sprach sich Schröder für mehr Zuwanderung aus: "Angesichts des Bevölkerungsrückgangs brauchen wir Einwanderer!" Die unsägliche Debatte darüber, ob Deutschland ein Einwanderungsland sei, habe "sehr geschadet", kritisierte Schröder. "Jetzt können wir froh sein, wenn qualifizierte Leute noch zu uns kommen."

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(dpa/sap)