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Erster Arbeitstag nach Skiunfall: Althaus: "Ich bitte um Vergebung"

Erster Arbeitstag nach Skiunfall : Althaus: "Ich bitte um Vergebung"

Erfurt (RPO). An seinem ersten Arbeitstag nach dem schweren Skiunfall am Neujahrstag hat Thüringens Ministerpräsident Dieter Althaus die Schuld auf sich genommen und sich deutlicher als bisher zu den Geschehnissen geäußert.

"Ich habe einen Fehler gemacht und ich bitte auch um Vergebung", sagte er der "Thüringer Allgemeinen". Er übernehme die Schuld am Tod der 41-jährigen Frau, die am Neujahrstag nach dem Zusammenstoß mit ihm auf der Skipiste ist Österreich gestorben war. Es sei ihm aber nie in den Sinn gekommen, sein Amt aufzugeben. "Ich habe vom ersten Tag an darum gekämpft, wieder arbeiten zu können", sagte er.

Althaus betonte am Montagabend in den ARD-"Tagesthemen", er habe, nachdem er soweit wieder hergestellt war, dass er die Klageschrift und auch das Gutachten lesen konnte, seine Schuld eingestanden und die Verantwortung übernommen.

"Ich habe dafür gebetet und dafür gearbeitet, dass ich entsprechende Nachsicht bei denen erachte, die mich begleiten." Deshalb habe er von Anfang an daran gearbeitet, wieder für sein Amt fit zu werden. Das Gutachten sei für ihn, da er sich an den Unfall selbst nicht erinnere, wie ein Spiegel, in dem er das Geschehen sehe.

Er sei emotional angegriffen, sagte Althaus. "Ich brauche in so einer Situation Unterstützung und auch Vergebung", sagte der thüringische Ministerpräsident. Sein Glaube habe ihm dabei sehr geholfen. Trotzdem sei es wichtig, dass er das Ganze auch verarbeite und wieder Zukunftsoptimismus habe.

Zum Comeback 110 Tage nach dem Skiunfall zeigt sich der CDU-Politiker noch etwas blass, aber mit Kampfeswillen und einem derart vollen Terminkalender, als wolle er seine Grenzen austesten.

14-Stunden-Tag für Althaus

Hier geht es zur Infostrecke: Dieter Althaus: Vom Unfall bis zur Rückkehr

(DDP)