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Alexander Häusler: "Die AfD steht am Rande ihres Zusammenbruchs"

Sozialwissenschaftler Alexander Häusler : "Die AfD steht am Rande ihres Zusammenbruchs"

Während die hessische AfD am Wochenende auf ihrem Parteitag versucht hat, Struktur in ihre politische Arbeit zu bringen, droht der Alternative für Deutschland nach Ansicht des Sozialwissenschaftlers Alexander Häusler das politische Ende.

"Im Moment steht die AfD am Rande ihres Zusammenbruchs", sagte Häusler von der Fachhochschule Düsseldorf der Nachrichtenagentur dpa. "Seit Monaten tritt die Partei nur durch ihre internen Konflikte in Erscheinung und nicht mehr durch inhaltliche Programme." Wichtig für die künftige Ausrichtung der Eurokritiker sei der Bundesparteitag Ende des Monats,

Mit Blick auf die bevorstehenden Europa- und Landtagswahlen sei der momentane Zustand sicherlich nicht aufrecht zu erhalten, wenn die Partei ihre Erfolge zu Beginn der Gründung wiederholen wolle, sagte der Wissenschaftler der Fachhochschule Düsseldorf. Fraglich ist nach Einschätzung Häuslers auch, ob die Kandidatur von Neumitglied Hans-Olaf Henkel bei der Europawahl neuen Schwung bringen wird. Der 73 Jahre alte Manager war viele Jahre Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI).

Hessisches Landesverband will Neuanfang

Nach wochenlangen Personalquerelen hat sich der hessische Landesverband der AfD um einen Neuanfang bemüht - weitgehend unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Zu einer Aussprache über die Probleme wurden die Journalisten am Samstag bei einem Parteitag in Gießen auf Beschluss der knapp 400 anwesenden Mitglieder vor die Tür gesetzt. Bundesparteichef Bernd Lucke verteidigte die Entscheidung mit den Worten, viele AfD-Mitglieder seien es nicht gewohnt, in Anwesenheit von Kameras zu sprechen. "Nicht alles in unserer Demokratie ist öffentlich", fügte er hinzu.

In jüngster Zeit hatten falsche akademische Titel von Landessprecher Volker Bartz und Antisemitismusvorwürfe gegen den Landesschatzmeister für Schlagzeilen gesorgt. Beide wurden daraufhin ihrer Ämter enthoben. Bartz hat inzwischen eingeräumt, dass seine akademischen Titel gefälscht waren. Er kündigte in Gießen seinen Parteiaustritt an. Seinen Posten übernahm die bisherige Vize-Sprecherin Joana Cotar. Zum neuen Landesschatzmeister wählte die Partei den Unternehmensberater Arnd Christofer Frohne.

Bundesvorstandssprecher Konrad Adam sagte, die Partei sei möglicherweise "zu schnell gewachsen". "Es sind anfangs viele Leute zu uns gekommen, die wir mit offenen Armen empfangen haben. Aber vielleicht passen einige nicht so gut zu uns."

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(dpa)