Modellauto-Affäre: Aigner und Huber stellen sich hinter Haderthauer

Modellauto-Affäre : Aigner und Huber stellen sich hinter Haderthauer

In der Affäre um die Leiterin der bayerischen Staatskanzlei, Christine Haderthauer, stützen führende CSU-Politiker den Kurs von Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU).

"Ein Rücktritt von Christine Haderthauer wäre ein Fehler. Gut, dass Seehofer zu ihr steht", sagte der ehemalige CSU-Vorsitzende Erwin Huber dem Nachrichtenmagazin "Focus". Auch Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner sprach sich gegen einen Rücktritt aus: "Die Aufnahme von Ermittlungen sagt nichts über Schuld oder Unschuld aus." Seehofer hatte einen Rücktritt seiner Staatskanzleichefin abgelehnt und ihr sein Vertrauen ausgesprochen.

Bei den Vorwürfen handele es sich nicht um ein "Dienstvergehen", erklärte er zur Begründung. Die Staatsanwaltschaft München II hatte am Freitag mitgeteilt, sie habe ein Ermittlungsverfahren gegen Haderthauer eingeleitet. Hintergrund ist die sogenannte Modellauto-Affäre. Es geht dabei um das Unternehmen Sapor Modelltechnik, das von psychisch Kranken gefertigte Modellautos verkauft hat. Die Politikerin und ihr Ehemann Hubert Haderthauer waren früher Gesellschafter der Sapor Modelltechnik. Ein ehemaliger Kompagnon fühlte sich nach seinem Ausstieg aus dem Unternehmen über die tatsächlichen Gewinne getäuscht und erstattete deshalb Strafanzeige. Die luxuriösen Modellautos wurden zum Teil für mehrere tausend Euro verkauft.

(DEU)
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