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Agrarministerin Klöckner nimmt Bauern gegen Kritiker in Schutz

Agrarministerin Klöckner : „Landwirtschaft ist in Umbruchphase“

Im Rahmen der Grüne Woche hat sich Julia Klöckner auf die Seite der Landwirte geschlagen und verteidigt sie gegen Kritiker aus Umwelt- und Naturschutz.

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner hat die Bauern gegen Kritik von Umwelt- und Tierschützern verteidigt. Die Landwirtschaft sei in einer massiven Umbruchphase, sagte die CDU-Politikerin am Donnerstag. „Es ist aber nie genug“, bemängelte Klöckner die Debatte. Kritiker würden die Leistungen der Bauern nicht anerkennen, etwa dass sie weniger Pflanzenschutzmittel einsetzten. Bestimmte Gruppierungen folgten in der Debatte dem „Wunschgefühl nach heiler Welt“. Die Diskussion sei dabei oft durch eine städtische Sicht geprägt.

Tier- und Umweltschutz müssten mit Ökonomie verbunden werden, dies sei eine soziale Frage, sagte Klöckner bei der Online-Ausgabe der Agrarmesse Grüne Woche. Ernährungssicherheit sei keine Selbstverständlichkeit. „Will ich regionale Lebensmittel haben, muss ich auch regionale Bauern haben.“ Große Sorge bereite ihr die Konzentration im Lebensmittelhandel. 85 Prozent der Marktmacht liege bei vier Unternehmen.

Vor der Bundestagswahl im September griff Klöckner Grüne und SPD an. Die Grünen wollten mit Feindbildern in den Wahlkampf gehen, sie hätten ein anderes Verständnis von Nachhaltigkeit als die Union. Das gelte auch für Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD). Sie sehe nur die Ökologie, nicht aber die Ökonomie.

(june/dpa)