AfD-Parteispitze gerät aneinander

Alexander Gauland und Hans Olaf Henkel : AfD-Parteispitze gerät aneinander

Die Alternative für Deutschland (AfD) macht weiter mit internen Querelen von sich reden. Diesmal gerieten zwei der prominentesten Vertreter der jungen eurokritischen Partei aneinander.

Parteivize Alexander Gauland aus Brandenburg wies seinen Amtskollegen Hans Olaf Henkel zurecht, weil dieser der Wochenzeitung "Die Zeit" gesagt hatte, er schäme sich für Parteimitglieder.

Dazu sagte Gauland am Samstag: "Es kann nicht sein, dass wir Menschen, die eine andere, differenzierte Meinung vertreten, verstoßen, indem wir sie beschimpfen." Ausdrücklich betonte er allerdings, er wolle nicht, dass Henkel die Partei verlasse. Die "Bild"-Zeitung zitierte Gauland dagegen am Samstag mit den Worten: "Wenn jemand sagt, dass er sich für die Partei schämt, dann muss er die Partei verlassen."

Henkel hatte der "Zeit" gesagt, in der AfD gebe es "Ideologen, Goldgräber, Karrieristen". Auf Parteitagen höre er "wilde Verschwörungstheorien". Und weiter: "Ich werde dann ganz klein und schäme mich in Grund und Boden."

Auch auf Landesebene machen der Partei Grabenkämpfe und Ausschlüsse zu schaffen. Parteichef Bernd Lucke hatte Anfang Oktober in einem Brandbrief dazu aufgerufen, gegen Querulanten in den eigenen Reihen vorzugehen.

(dpa)