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AfD-Ko-Parteichef: Chrupalla begrüßt Corona-Großdemonstration in Berlin

AfD-Ko-Parteichef : Chrupalla nennt Corona-Großdemonstration in Berlin „lobenswert“

Der AfD-Ko-Parteichef Tino Chrupalla hat die Großdemonstration gegen die Corona-Politik in Berlin am Samstag begrüßt und die SPD-Parteichefin Saskia Esken für ihre Twitter-Äußerung „Covidioten“ kritisiert.

Der AfD-Ko-Parteichef Tino Chrupalla hat die Großdemonstration gegen die Corona-Politik in Berlin am Samstag begrüßt. „Wenn man diese Bilder gesehen hat, ist es lobenswert, dass so viele Menschen auf den Straßen Berlins unterwegs waren und für ihre Grundrechte demonstriert haben“, sagte Chrupalla am Dienstag im ARD-„Morgenmagazin“. Dass der Veranstalter die Demonstration von sich aus beendet habe, sei ebenso lobenswert.

„Bei Veranstaltungen dieser Größenlage ist es sicherlich schwierig, die Abstandsregeln einzuhalten“, sagte Chrupalla. Auf die Kritik an der Demonstration wegen der Missachtung der Corona-Regeln verwies Chrupalla auf „unterschiedliche Meinungen bei Virologen und Ärzten“. Die Infektionsgefahr sei unter freiem Himmel deutlich geringer als in geschlossenen Räumen.

Chrupalla beklagte eine „Doppelmoral“ von Politik und Medien und bezog sich damit auf die „Black Lives Matter“ Demonstration vor einigen Wochen in Berlin. Dort sei im Anschluss nicht über Abstand und Mundschutzregel diskutiert worden, sagte Chrupalla.

Chrupalla kritisierte die SPD-Parteichefin Saskia Esken. Er finde es „schändlich“, wie Esken über die Demonstranten urteile. Sie sage „zum richtigen Zeitpunkt immer wieder das Falsche“. Esken hatte die Demonstranten in Berlin am Samstag im Kurznachrichtendienst Twitter als „Covidioten“ bezeichnet.

Am Samstag protestierten in Berlin nach Angaben der Polizei rund 20.000 Menschen gegen die Corona-Regeln. Die Polizei hatte die Demonstration am späten Nachmittag aufgelöst, nachdem die Teilnehmer der Aufforderung zur Einhaltung der Corona-Auflagen nicht folgten. Die Auflösung zog sich bis in die Nacht hinein. Zu der bundesweiten Demo hatte unter anderem die Stuttgarter Initiative Querdenken 711 aufgerufen. Neben Corona-Leugnern und Impfgegnern waren auch viele Teilnehmer mit eindeutig rechtsgerichteten Fahnen oder T-Shirts in der Menge.

(juw/AFP)