AfD wählt neue Bundessprecher Die Macht liegt jetzt geballt in vier Händen

Analyse | Riesa · Sie führen bereits die Bundestagsfraktion, jetzt auch die Partei: Der AfD-Parteitag wählt Tino Chrupalla und Alice Weidel zu neuen Bundessprechern. Auf dem Konvent zeigt sich, wie zerrissen die Partei ist. Auch wenn man das Gegenteil beschwört.

 Sie führen jetzt als Bundessprecher die AfD: Tino Chrupalla und Alice Weidel. Beide sind auch Fraktionschefs im Bundestag.

Sie führen jetzt als Bundessprecher die AfD: Tino Chrupalla und Alice Weidel. Beide sind auch Fraktionschefs im Bundestag.

Foto: dpa/Sebastian Kahnert

Er hat es geschafft. Mit lediglich rund 53 Prozent der Stimmen. Erleichterung sieht man Tino Chrupalla schon an, auch wenn er zu Beginn des zweiten Tages des AfD-Parteitages im sächsischen Riesa vorausahnend betont: „Das Ergebnis interessiert mich nicht.“ Hauptsache gewählt, das allein zählt für den 47-Jährigen. Und dann bekommt er auch noch die Co-Vorsitzende, mit der Chrupalla bereits im Bundestag als Duo im Fraktionsvorsitz agiert – Alice Weidel wird zweite Bundessprecherin. Mit 67 Prozent. Die Macht in der AfD liegt nun geballt in vier Händen. Für eine Partei, die sich so sehr als basisdemokratisch versteht, ist das eine eher ungewöhnliche Ämterhäufung. Aber er fehlt der AfD an personellen Alternativen, die auch nach innen vermittelbar sind.