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"Trendwende" in Afghanistan: 2012 fiel kein Bundeswehr-Soldat

"Trendwende" in Afghanistan : 2012 fiel kein Bundeswehr-Soldat

Der Kommandeur der Internationalen Schutztruppe Isaf für Nordafghanistan, Bundeswehr-General Erich Pfeffer, und der Wehrbeauftragte Hellmut Königshaus sehen vor diesem Hintergrund eine "Trendwende" im deutschen Einsatzgebiet.

"Die Sicherheitslage im Norden Afghanistans hat sich in den vergangenen 18 Monaten deutlich verbessert", sagte Pfeffer. Zuletzt war am 2. Juni 2011 ein deutscher Soldat getötet worden. Seit Beginn des Afghanistan-Engagements 2001 starben 52 Bundeswehr-Soldaten, 34 davon bei Angriffen und Anschlägen.

Königshaus führte die positive Entwicklung unter anderem auf die verbesserte Ausrüstung der Bundeswehr zurück. "Die Gefährdung der Soldaten hat auch abgenommen, weil wir sie nicht mehr mit offenen Campingwagen durchs Gebirge schicken, sondern weil wir geschützte Fahrzeuge in ausreichender Zahl haben", sagte er.

Der Wehrbeauftragte pochte jetzt darauf, dass die deutschen Soldaten auch nach dem offiziellen Ende des Nato-Kampfeinsatzes 2014 ausreichend geschützt werden: "Dass dafür Sicherungskräfte zur Verfügung gestellt werden müssen, ist klar." Königshaus geht davon aus, dass die Bundeswehr auch nach 2014 mit mindestens 1000 Soldaten in Afghanistan bleiben muss.

(dpa)