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Berlin: Deutscher Geheimdienst schlägt Alarm bei Klimawandel

Berlin : Deutscher Geheimdienst schlägt Alarm bei Klimawandel

Der Klimawandel wird nach Ansicht des Bundesnachrichtendienstes (BND) immer stärker ins Zentrum strategischer Konflikte rücken. Angesichts einer zunehmenden Förderung von Öl und Gas sei die Versorgungssicherheit dagegen nicht mehr das zentrale Thema, heißt es in einer neuen BND-Analyse. "Künftig haben wir kein Problem knapper Reserven mehr." Daraus folge aber, dass der Ausstoß des Klimagases CO2 zunehme und die Umwelt weiter belaste. "Der Verteilungskampf wird darum gehen, wer künftig wie viel CO2 emittieren darf", heißt es in der neuen Bewertung.

Die zunehmende Förderung von sogenanntem unkonventionellen Gas und Öl erschwere den Wechsel von fossilen auf erneuerbare Energien immer mehr. Brisant sind die Analyse und die Warnung vor einem "Deponie-Problem" für Klimagase, weil sie nicht von Umweltschützern stammt, sondern einem Auslandsgeheimdienst. Bereits heute sei absehbar, dass noch vor 2040 die Grenze eines CO2-Anteils in der Luft von 0,045 Volumen-Prozent überschritten werde. Dieser Wert gilt bei Klimaforschern als kritische Grenze dafür, dass die Erderwärmung nicht über zwei Grad im Durchschnitt steigt.

Als Folge der Erderwärmung wird etwa ein Anstieg der Meeresspiegel und die Zunahme extremer Wetterbedingungen in weiten Teilen der Erde erwartet – mit riesigen volkswirtschaftlichen Kosten.

(rtr)