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Linde gefragt, Metro unter Druck: DAX bewegt sich kaum

Linde gefragt, Metro unter Druck : DAX bewegt sich kaum

Frankfurt/Main (dpa). Die deutschen Aktien haben die lustlose Sitzung am Donnerstag uneinheitlich beendet. Mit 7 230,26 notierte der Standardwerteindex DAX um 0,03 Prozent leichter. Gleichzeitig fiel der MDAX um 0,11 Prozent auf 4 873,38 Punkte. Am Neuen Markt erhöhten sich die Wachstumswerte im NEMAX 50 (Performance-Index) um 0,33 Prozent und notierten mit 5 637,43 Zählern. Die Aktie des Wiesbadener Maschinenbau- und Gaskonzerns Linde wurde von starken Halbjahreszahlen gestützt. Dagegen gab der Kurs des Kölner Großhändlers Metro nach der Veröffentlichung von Gewinnzuwächsen deutlich nach.

Der DAX schwanke seit dem Frühjahr relativ stabil zwischen 6 800 und 7 600 Punkten, wobei die Schwankungsbreite in jüngster Zeit abnehme und nun auf einen deutlichen Kurssschub in den kommenden Woche hindeute, sagte Aktienhändler Guiseppe Amato vom Wertpapierhandelshaus Lang & Schwarz in Düsseldorf. Entscheidend sei dabei die 7 600-Punkte-Marke: „Wenn sie überschritten wird, ist der Weg zu neuen Höchstständen frei. Die Initialzündung wird dabei aber von den US-Börsen ausgehen“, prognostizierte Amato.

Neben der führenden Linde-Aktie, die um 4,89 Prozent auf 46,77 Euro anstieg, bildeten Hochtechnologiewerte die Spitze im DAX. Deren Kursgewinne seien auf die bereits überdurchschnittliche Entwicklung von Halbleiteraktien in den USA zurückzuführen. Infineon-Papiere legten zuletzt um 3,00 Prozent auf 75,91 Euro zu, Epcos-Aktien um 3,40 Prozent auf 101,75 Euro. Der Siemens-Kurs stieg leicht um 0,07 Prozent auf 173,32 Euro. Der Maschinenbauer MAN zog nach einem Großauftrag aus der Türkei ebenfalls mit einem Plus von 2,89 Prozent auf 31,38 Euro in die Spitzengruppe ein.

Metro war der schwächste Wert im DAX und sank um 3,24 Prozent auf 43,06 Euro. Die Aktie konnte die guten Zahlen des Kölner Einzelhandelskonzerns damit nicht umsetzen. Die Halbjahreszahlen seien innerhalb der Erwartungen ausgefallen, sagte ein Händler.

Die T-Aktie war wieder auf Erholungskurs und verteuerte sich um 3,33 Prozent auf 43,81 Euro. Nach Händlerangaben profitierte die Aktie von den positiven Aussichten für die VoiceStream-Übernahme, nachdem die Clinton-Administration in einem vergleichbaren Fall eine Übernahme durch einen ausländischen Konzern mit hohem Staatsanteil gebilligt hatte.

Der Euro stieg wieder leicht. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs für die europäische Einheitswährung auf 0,9012 Dollar (Mittwoch: 0,8918) fest. Der Dollar war damit 2,1703 (2,1931) DM wert. Am Nachmittag schwankte die Gemeinschaftswährung weiter um die Marke von 90 US-Cent und wurde zuletzt bei 0,9003 US- Dollar gehandelt.

Am Rentenmarkt gab es nur wenig Bewegung. Der Rentenmarktindex REX stieg um 0,1 Prozent auf 109,77 Zähler. Der Bund-Future war mit 105,46 Punkten unverändert. Die Umlaufrendite wurde von der Bundesbank am Nachmittag bei 5,31 (Mittwoch: 5,33) Prozent etwas geringer ermittelt.

(RPO Archiv)