Düsseldorf: Das sagt Guttenberg

Düsseldorf : Das sagt Guttenberg

Karl-Theodor zu Guttenberg äußerte sich im Interview mit "Zeit"-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo unter anderem über die "größte Dummheit seines Lebens", eine mögliche Rückkehr in die Politik und dazu, ob eine neue Partei Chancen hätte. Das Interview erscheint am 29. November in Buchform.

Guttenberg sagte zur Plagiatsaffäre: "Ich war ein hektischer und unkoordinierter Sammler. (...) Ich wusste offensichtlich später auch nicht mehr, an welchem Text ich selbst bereits gearbeitet hatte, welcher Text mein eigener und welcher möglicherweise ein Fremdtext war."

Zur Union sagte er: "Die Union sitzt noch in der Mitte, aber sie ist dort lange nicht mehr so erkennbar, wie sie es sein könnte. Sie sitzt eben und steht nicht."

Auf die Frage, ob eine neue konservative Partei in Deutschland erfolgreich sein könne, sagte Guttenberg, eine neue Partei müsste eine so deutliche Programmatik entwickeln, dass Querulanten und "gewisse Randgruppen" nicht auf die Idee kämen, mit ihr zu kokettieren. "Ein klares Bekenntnis zu Israel beispielsweise würde den rechten Rand wohl abschrecken." Auf die Frage, ob er selbst zu einer Parteigründung kontaktiert worden sei, antwortete Guttenberg: "Es finden manchmal die lustigsten und skurrilsten Kontakte statt."

(RP)