Signal gegen mögliche Spekulationswellen Dänische Nationalbank erhöht Leitzinsen

Kopenhagen (dpa). Dänemarks Nationalbank hat am Freitag die Leitzinsen um 0,5 Prozentpunkte auf 5,6 Prozent erhöht. Damit solle ein Signal gegen mögliche Spekulationswellen gesetzt werden, hieß es in Kopenhagen am Tag nach dem Nein der dänischen Bevölkerung zum Euro-Beitritt vom Vortag.

Die Kopenhagener Börse reagierte betont gelassen auf den Sieg der Euro-Skeptiker, die das Referendum mit 53,1 zu 46,9 Prozent für sich entschieden hatten. Als Grund nannten Beobachter, dass die Ablehnung des Euro-Beitritts für die Finanzmärkte nicht überraschend gekommen sei. Dänemark sei als wirtschaftlich starkes Land mit gesunden Staatsfinanzen, hohem Wachstum und niedriger Arbeitslosigkeit gut gerüstet gegen etwaige Angriffe von Spekulanten auf die Krone.

Die Landeswährung ist seit Anfang 1999 mit einer Bandbreite von plus/minus 2,25 Prozent an den Euro gekoppelt. Dies soll auch nach dem Nein zur Einführung der gemeinsamen EU-Währung so bleiben. Der Kronenkurs zog am Freitagmorgen leicht an.

(RPO Archiv)
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