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Corona-Lockdown: CDU-Wirtschaftsrat warnt vor dem nächsten Shutdown

Folgen hoher Infektionszahlen : CDU-Wirtschaftsrat warnt vor dem nächsten Shutdown

Immer mehr Unternehmen, etwa in der Gastronomie, kämpfen mit Einschränkungen. Der CDU-Wirtschaftsrat fürchtet ähnliche Maßnahmen wie im Frühjahr.

Der CDU-Wirtschaftsrat fürchtet vor dem Hintergrund einer zweiten Corona-Infektionswelle neue Einschränkungen für die Unternehmen und rief die Bundesregierung zu mehr Koordinierung auf. „Ich vermisse eine stringente bundesweite Strategie“, sagte Wolfgang Steiger, Generalsekretär des Wirtschaftsrates, unserer Redaktion. Vor dem Hintergrund der neueren wissenschaftlichen Erkenntnisse warne er davor, „den Überbietungswettbewerb der Bundesländer fortzuführen“, sagte Steiger. „Einen zweiten Shutdown oder gar Grenzschließungen wie im Frühjahr wird sich auch unser reiches Land nur sehr schwer leisten können, selbst wenn er nur teilweise erfolgen sollte.“

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen war zuletzt auf immer neue Höchststände geklettert, Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) warnte am Wochenende in einem eindringlichen Appell zu mehr Vorsicht. Immer häufiger bringen Spitzenvertreter von Bund und Ländern drastische Maßnahmen ins Spiel, um die Infektionszahlen zu drücken.

„Anstatt die Wirtschaft zu verunsichern sollte bei Verstößen gegen Abstandsgebote, Maskenpflicht und Quarantäneauflagen wesentlich härter und konsequenter durchgegriffen werden“, forderte Steiger. Ansonsten werde die Zustimmung der Bevölkerung für Maßnahmen der Corona-Bekämpfung perspektivisch massiv sinken. „Der Kontrollverlust in einigen Großstädten ist auch entstanden, weil seit Monaten unter den Chiffren ,Partyszene’ oder ,Familienfeste’ wesentliche Infektionsketten vernebelt werden. Hier sind breite, mehrsprachige Aufklärungskampagnen dringend erforderlich", sagte Steiger.

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) wandte sich dagegen, die Wirtschaft als Ganzes erneut herunterzufahren. „Die meisten wirtschaftlichen Aktivitäten, am Arbeitsplatz, beim Einkaufen oder Tanken, sind eher unproblematisch, sofern Hygiene- und Abstandsregeln eingehalten werden“, sagte er der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“.