Christian Schmidt: Lebensrecht für Küken

Hintergrund: Lebensrecht für Küken

Die Landwirtschaft ist der Sektor mit dem höchsten Produktivitätsfortschritt in der Nachkriegsgeschichte. Das ist erfreulich für Bauern und Verbraucher. Es gibt aber in der Tierhaltung eine Grenze für Betriebsoptimierung. Wenn günstige Preise nur über Massentierhaltung und millionenfache Tötung zu erreichen sind, handeln Produzenten und Konsumenten verantwortungslos.

Das Schreddern von männlichen Küken gehört dazu. Es widerspricht der Ehrfurcht vor dem Leben, wenn Millionen von Küken getötet werden, nur weil sie aufgrund ihres Geschlechts keine Eier legen können und ihr Fleisch wertlos ist. Unsere Nutztiere sind Lebewesen mit Gefühlen wie Angst und Schmerz. Wenn wir sie schon essen, dann sollten wir wenigstens während ihrer Lebensphase einige ethische Regeln im Umgang mit ihnen einhalten.

Neue Techniken der Bestimmung des Kükengeschlechts im Ei könnten die Massentötung verhindern. Deshalb ist die Initiative der beiden Landwirtschaftsminister Schmidt (Bund) und Remmel (NRW) richtig. Das Küken-Schreddern muss aufhören.

(RP)