Düsseldorf: CDU-Senioren: DNA-Tests für Flüchtlinge

Düsseldorf: CDU-Senioren: DNA-Tests für Flüchtlinge

Der NRW-Verband verspricht sich abschreckende Wirkung für Sexstraftaten.

Die Senioren-Union in NRW fordert, dass von allen männlichen Flüchtlingen ab 14 Jahren in Deutschland DNA-Proben genommen werden. "Die Vermutung liegt nahe, dass der Anstieg von Vergewaltigungen und sexueller Nötigung um 12,8 Prozent, aber auch die deutliche Zunahme von allgemeinen Gewaltdelikten in einem ursächlichen Zusammenhang mit der Zahl von Asylbewerbern, Flüchtlingen und illegalen Einwanderern steht", erklärte Leonhard Kuckart, NRW-Chef der Seniorenunion.

Aus Sicht des 85-Jährigen spreche nichts dagegen, weil von allen ankommenden Migranten bereits Fingerabdrücke zur Sicherung ihrer Identität genommen werden. "Ich sehe darin keine Verletzung des Persönlichkeitsrechtes", betonte Kuckart. Er verspreche sich durch die Sicherung von DNA-Proben eine "abschreckende Wirkung und schnellere Aufklärung" vor allem im Hinblick auf Sexualstraftaten.

Kuckart reagierte mit seiner Forderung auf die Kriminalstatistik 2016, wonach die Zahl der nichtdeutschen Tatverdächtigen von 555.820 auf 616.230 stieg, der Anteil der Zuwanderer an allen Tatverdächtigen von 5,7 auf 8,6 Prozent.

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Nach Informationen unserer Redaktion soll CDU-Spitzenkandidat Armin Laschet ungehalten auf die Forderung der Senioren-Union reagiert haben. Das unterlaufe den Wahlkampf der CDU und spiele der SPD in die Hände, soll er gesagt haben. Offiziell hieß es, dass die CDU die Ansicht der Senioren-Union nicht teile, so ein Fraktionssprecher.

Der CDU-Politiker Kuckart zeigte sich von der Kritik unbeeindruckt. "Wir sind eine eigenständige Organisation und haben das Recht, unsere Meinung zu sagen", sagte Kuckart. "Man muss doch wenigstens darüber offen diskutieren können. Wer einen besseren Vorschlag hat, soll ihn machen."

(csh)