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Düsseldorf: CDU-General Wittke winkt Parlamentssitz

Düsseldorf : CDU-General Wittke winkt Parlamentssitz

Der Generalsekretär der nordrhein-westfälischen CDU, Oliver Wittke, wird voraussichtlich schon bald wieder Mitglied des Düsseldorfer Landtags sein. Derzeit steht Wittke auf dem dritten Platz der Reserveliste. Er rückt also nach, wenn drei Mitglieder der CDU-Fraktion ausscheiden. Das Szenario wird jetzt aktuell.

Personalie eins: Der CDU-Abgeordnete Andreas Krautscheid wechselt zum 1. März in die Wirtschaft. Für ihn rückt die ehemalige Landtagspräsidentin Regina van Dinther nach.

Personalie zwei: Der CDU-Landtagsabgeordnete Rainer Deppe wird sein Mandat zurückgeben, falls er die Nachfolge von Rolf Menzel als Landrat des Rheinisch-Bergischen Kreises antreten sollte. Menzel steht vor einem Wechsel an die Spitze der Kölner Abfallwirtschaftsbetriebe. "Es ist richtig, dass es Gespräche mit mir gegeben hat", sagte Menzel auf Anfrage. Die Position soll noch im Frühjahr besetzt werden. Der Abgeordnete Deppe wollte sich nicht zu Wechsel-Ambitionen äußern. Er sei immer mit Herz und Seele für den Rheinisch-Bergischen Kreis im Einsatz, erklärte er vieldeutig. Feststeht: Sollte der Postentausch klappen, würde für Deppe die CDU-Politikerin Marie-Luise Fasse als zweite Nachrückerin in den Landtag einziehen.

Personalie drei: Der Unions-Politiker Peter Paziorek legt sein Amt als Regierungspräsident von Münster am 29. Mai dieses Jahres überraschend nieder. Es gilt als sehr wahrscheinlich, dass die Landesregierung die Position erneut mit einem CDU-Politiker besetzt. In CDU-Kreisen hieß es, für die Paziorek-Nachfolge stünden Landtagsabgeordnete aus dem Münsterland oder aus dem Ruhrgebiet zur Auswahl. Sollte ein CDU-Parlamentarier nach Münster wechseln, würde erneut ein Sitz im Landtag frei. Dann wäre Wittke an der Reihe. Der CDU-Generalsekretär war bereits in der vergangenen Wahlperiode über die Reserveliste in den Landtag nachgerückt. Wittke könnte auch von einem Abschied des ehemaligen NRW-Ministerpräsidenten Jürgen Rüttgers profitieren. Der soll Angebote für eine neue Betätigung außerhalb der Landespolitik aber bislang ausgeschlagen haben.

(RP)