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In einem Interview mit dem ZDF: CDU-Chefin Merkel rechnet mit Bundeskanzler Schröder ab

In einem Interview mit dem ZDF : CDU-Chefin Merkel rechnet mit Bundeskanzler Schröder ab

Berlin (rpo). Deutliche Worte fand die CDU-Bundesvorsitzende Angela Merkel und hat in einem Interview ein vernichtendes Fazit der rot-grünen Regierungsarbeit gezogen. Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) habe seit seinem Amtsantritt Chancen verstreichen lassen, populistische Forderungen erhoben, konkretes Handeln aber vermieden, kritisierte Merkel. Damit sei der Kanzler auf dem besten Weg die politische Kultur in Deutschland zu zerstören. .

Die Arbeitslosigkeit in Deutschland sei unnötig hoch, sagte Merkel. "Und wir haben eine Bundesregierung und einen Bundeskanzler, der doch unentwegt seine Chance, die er 1998 bekommen hat von den Menschen, nicht ausreichend nutzt, sondern rangeht an die Dinge, indem er Überschriften setzt, aber zum Schluss keine Handlungen folgen lässt." Besonders in der Wirtschaftspolitik habe Schröder Chancen versäumt und die falschen Gesetze gemacht. Zudem seien die Abgaben gestiegen.

Auch die jüngste Ansiedlung eines BMW-Werkes in Leipzig sei sicherlich kein Verdienst Schröders, betonte Merkel. Die CDU- regierten neuen Länder stünden besser da als jene, die rot-rote Landesregierungen hätten. Eine Regierungsbeteiligung der PDS schrecke Investoren ab.

Der Kanzler neige zu Populismus und Übertreibung, sagte Merkel im Hinblick auf die Forderung Schröders, Sexualverbrecher in schweren Fällen lebenslang einzusperren. Schröder sei Jurist und wisse genau, dass er diese Forderung nicht umsetzen könne. (Das Wortlaut-Interview wurde dpa vorab übermittelt)

(RPO Archiv)