Auch Nato steht laut Perle in Frage: Bush-Berater nennt UN überflüssig

Auch Nato steht laut Perle in Frage : Bush-Berater nennt UN überflüssig

Berlin (rpo). Ein enger Vertrauter von George W. Bush hat die Vereinten Nationen als überflüssig bezeichnet. Ebenso wie die NATO seien die UN nicht mehr in der Lage, für Sicherheit zu sorgen.

Wenn der Irak-Krieg vorbei sei, müsse darüber gesprochen werden, "wie die westlichen Demokratien künftig ihre kollektive Sicherheit gewährleisten wollen", sagte Perle in einem Interview der "Berliner Zeitung" (Mittwochausgabe).

Perle wies mit scharfen Worten Kritik am Vorgehen der USA und ihrer Verbündeten zurück, ohne UN-Mandat Krieg gegen Irak zu führen. Im Bosnien-Konflikt etwa hätten die USA die Führung übernahmen müssen, weil UN und EU versagt hätten. Die USA seien nicht scharf auf Kriege. Sie zögen es aber vor, gar nicht erst bedroht zu werden, wie Irak es tue. "Unser Recht auf Selbstverteidigung unter Artikel 51 der UN-Charta kann uns nicht genommen werden", betonte Perle.

Weiter sagte er der Zeitung zufolge: "Andere Länder haben ein Recht auf die eigene Meinung. Aber ich glaube nicht, dass sie über ein Vetorecht verfügen sollten." Der UN-Sicherheitsrat sei auch nicht die einzige Quelle zur Legitimierung militärischen Vorgehens. Der Krieg gegen Irak werde nach seiner Erwartung keinen neuen Nährboden für Terroristen schaffen. "Wir werden diesen Krieg gewinnen, und die Menschen im Irak werden selbst sagen, dass sie befreit worden sind", sagte Perle dem Blatt.

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