Bundeswehrverband zweifelt an frühem Abzug aus Afghanistan

Bundeswehrverband zweifelt an frühem Abzug aus Afghanistan

Kabul/Berlin (dpa). Die Bundesregierung hat das Ende des Kampfeinsatzes in Afghanistan für das Jahr 2014 versprochen, doch der Bundeswehrverband zweifelt an dem Termin. "Dass nun vom Abzug der Kampftruppen bis Ende 2014 die Rede ist, ist dem Blick auf die nächste Bundestagswahl geschuldet.

Das ist Augenwischerei", sagte Verbandschef Ulrich Kirsch. Internationale Truppen müssten weiter Kampfflugzeuge, Artilleriegeschütze sowie Hubschrauber samt Besatzung stellen, um die Afghanen zu unterstützen. Die Übergabe der Sicherheitsverantwortung an die afghanischen Einheiten hatte im Juli begonnen. In den Reihen der Nato-Truppen in Afghanistan starben im Jahr 2011 erneut 565 Soldaten, davon sieben deutsche.

(RP)
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