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Bund gibt 4,8 Millionen Euro für NRW-Radschnellwege

Verkehrswende : Bund gibt 4,8 Millionen Euro für NRW-Radschnellwege

Bund und Land treiben den Ausbau des Radschnellwege-Netzes voran. Das Ministerium von Andreas Scheuer schießt nun rund 4,8 Millionen Euro in drei Projekte. Die Bürger im Ruhrgebiet und im Raum Aachen sollen so vom Umstieg vom Auto aufs Rad animiert werden.

Eine Art A40 für Fahrradfahrer soll der RS1 in Zukunft einmal sein, der erste Radschnellweg der Republik zwischen Hamm und Duisburg. Eine 101 Kilometer lange Fahrradautobahn quer durch das Ruhrgebiet. Zehn Jahre ist die Idee zum Verkehrsprojekt schon alt. Inzwischen hat der Landesbetrieb Straßen.NRW bei Planung und Bau des Projektes den Hut auf. Und es nimmt an Fahrt auf.

Wie unsere Redaktion aus dem Bundesverkehrsministerium erfuhr, hat das Ressort von Andreas Scheuer (CSU) Finanzmittel in Höhe von 4,4 Millionen Euro für zwei RS1-Bauabschnitte bewilligt. Demnach fließen 105.000 Euro in die Planung eines 890 Meter langen Streckenabschnitts  in Bochum. Der Planungszeitraum erstreckt sich über zwei Jahre und soll voraussichtlich im kommenden Jahr fertiggestellt sein. Weitere rund 4,3 Millionen Euro fließen in den Bau von zwei Teilstücken des insgesamt 2,8 Kilometer langen Radschnellweg-Abschnitts in Gelsenkirchen. Der Bau soll noch in diesem Jahr beginnen und bereits im nächsten Jahr fertiggestellt werden.

Auch die Region Aachen soll von Bundesmitteln profitieren. Dort beträgt die Fördersumme 360.000 Euro und ist für die die Planung des 5,4 Kilometer langen Radschnellwegs im Aachener Stadtgebiet vorgesehen. Die komplette Route soll perspektivisch 13,7 Kilometer  lang werden und Aachen mit Herzogenrath verbinden. Dieser wiederum ist Teil des geplanten grenzübergreifenden Radschnellwegs Euregio, der bis ins niederländische Heerlen führen soll.

Radschnellwege müssen in der Regel zehn Kilometer lang sein und am Tag mindestens 2000 Mal genutzt werden. Sie sind in der Regel drei (einspurig) bis vier Metern (zweispurig) breit und verlaufen von anderen Verkehrsmitteln getrennt.

In NRW gibt es sieben Projekte für Radschnellwege. Die Landesregierung hatte im März eine Erhöhung der Fördermittel angekündigt: Standen 2019 und 2020 jeweils noch 9,25 Millionen Euro an Haushaltsmitteln zur Verfügung, sollen es ab 2021 jährlich elf Millionen Euro sein.