Einwohner beschimpften ihn: Berlusconi verzichtet auf Schloss-Kauf in der "linken" Toskana

Einwohner beschimpften ihn : Berlusconi verzichtet auf Schloss-Kauf in der "linken" Toskana

Rom (rpo). Zu seinen zahlreichen Immobilien wollte Italiens Ministerpräsident Silvio Berlusconi noch ein nettes Schlösschen in der Toskana erwerben. Die Anwohner des berühmten Weinörtchens Montalcino schockten den künftigen Nachbarn bei seinem Besuch allerdings mit Schimpftiraden.

Der steinreiche Politiker und Unternehmer, der bereits zahlreiche Anwesen auf Sardinien, in Portofino und in der Karibik besitzt, hatte Interesse am Kauf eines Schlosses in Montalcino, gezeigt.

In der Toskana haben traditionell die linksgerichteten Parteien die Mehrheit, während Berlusconis Partei "Forza Italia" der Mitte- Rechts-Koalition angehört.

Der Bürgermeister von Montalcino, Massimo Ferretti, hatte sich nach dem Vorfall zwar persönlich bei Berlusconi entschuldigt. Jedoch scheinen damit die Wogen noch nicht geglättet. So erklärte der Forza-Italia-Parlamentarier Roberto Tortoli nach einem Bericht der Zeitung "La Repubblica" vom Mittwoch, in der Toskana herrsche ein geradezu beklemmendes Klima. Berlusconi habe Drohungen in bester Mafia-Manier erhalten, sagte Tortoli.

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