Donezk/Berlin: Berlin lehnt Nato-Einsatz in der Ukraine ab

Donezk/Berlin : Berlin lehnt Nato-Einsatz in der Ukraine ab

Prorussische Demonstranten haben in der ostukrainischen Stadt Donezk Verwaltungsgebäude der Stadt besetzt und eine "souveräne Volksrepublik" ausgerufen, die unabhängig von der Zentralregierung in Kiew werden will. Spätestens am 11. Mai soll ein Referendum über eine unabhängige Republik Donezk abgehalten werden. Die ukrainische Regierung in Kiew fürchtet, dass russische Truppen damit zum Einmarsch in den Osten des Landes provoziert werden könnten.

Im Westen ringt man unterdessen um eine Reaktion. Der tschechische Präsident Milos Zeman befürwortet einen Nato-Einsatz in der Ukraine, sollte Russland weitere Gebiete des Landes annektieren. Führende Politiker in Berlin lehnen einen solchen Vorstoß ab. "Gerade in so einer zugespitzten Situation sollten sich alle ihrer Verantwortung bewusst sein und nicht zur Eskalation beitragen", sagte SPD-Außenexperte Nils Annen unserer Zeitung. "Die aktuelle Entwicklung sollte kein Grund sein, militärische ,rote Linien' aufzubauen, die Handlungsautomatismen in Gang setzen können", erklärte Unions-Außenexperte Philipp Mißfelder.

(may-)
Mehr von RP ONLINE