Bericht Bundesregierung fliegt wöchentlich rund 200 Afghanen nach Deutschland

Berlin · Die Bundesregierung fliegt weiterhin verfolgte Afghanen und ehemalige afghanische Ortskräfte und deren Familien nach Deutschland aus. Es würden im Durchschnitt „etwa 200 Afghaninnen und Afghanen pro Woche allein aus Pakistan nach Deutschland gebracht“, heißt es aus dem Auswärtigen Amt.

 Viele Menschen verlassen Afghanistan über die Grenzen nach Iran oder Pakistan. Von dort werden sie nach Deutschland geholt.

Viele Menschen verlassen Afghanistan über die Grenzen nach Iran oder Pakistan. Von dort werden sie nach Deutschland geholt.

Foto: AP/Matthias Schrader

Laut Auswärtigem Amt konnten deutsche Visastellen seit der Machtübernahme der Taliban mehr als 18.000 Visa ausstellen „für Ortskräfte, besonders gefährdete Personen, die eine Aufnahmezusage seitens der Bundesregierung erhalten haben, und deren Familienangehörige“. Allein Anfang des Jahres wurden demnach binnen zwei Monaten rund 5.000 Personen ohne Pässe bei der Ausreise aus Afghanistan auf dem Landweg und anschließend bei ihrer Weiterreise nach Deutschland unterstützt.

Seit der Machtübernahme der Taliban in Afghanistan gab es immer wieder scharfe Kritik an der Evakuierungsmaßnahme der Bundesregierung. Noch immer halten sich laut Medienberichten afghanische Ortskräfte etwa der Bundeswehr in dem Land am Hindukusch oder in Nachbarstaaten auf. Die Flüchtlingshilfsorganisation Pro Asyl hatte zuletzt angemahnt, die Ortskräfte und deren Angehörige in Afghanistan „nicht zu vergessen“.

(dni/kna)
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