Brüssel: Belgien plant Maut auf Autobahnen ab 2013

Brüssel: Belgien plant Maut auf Autobahnen ab 2013

Städte-Touren nach Brüssel oder Wochenend-Trips an die belgische Küste werden teurer. Denn auf Autobahnen und Schnellstraßen im Nachbarland sind ab 2013 Mautgebühren fällig. Darauf haben sich die Regionen Belgiens nach sechsjährigen Diskussionen geeinigt.

Die Maut, so viel ist jetzt schon klar, betrifft Lastwagen und Autos gleichermaßen. Ihre Höhe bleibt jedoch vorerst ebenso offen wie die technischen Details. Im Gespräch ist, die Fahrer per Kamera über ihre Nummernschilder zu identifizieren. Ausländer sollen sich vor einer Fahrt nach Belgien im Internet registrieren lassen können. Die Zahlung soll elektronisch erfolgen und ein fester Betrag sein. Aufkleber für die Windschutzscheibe wie die Schweizer oder Österreicher planen die Belgier nicht.

Für Lkw richtet sich die Gebührenhöhe nach der Anzahl der gefahrenen Kilometer. Gedacht wird an ein System, das mit der deutschen Autobahn-Maut auf der Grundlage des Navigationssystems GPS vergleichbar ist. Experten erwarten, dass sich die Abgabe an den deutschen Preisen orientiert. Bislang wird in Belgien eine pauschale Nutzungsgebühr von 1250 Euro pro Jahr für Lkw über zwölf Tonnen erhoben. Die neue Maut gilt für Brummis ab 3,5 Tonnen.

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Als Grund für die Maut gilt der desolate Zustand der belgischen Straßen – insbesondere nach dem kalten Winter. Sie sind stark befahren, da das Nachbarland viel Durchgangsverkehr aus Deutschland, Frankreich, den Niederlanden und Luxemburg aufnehmen muss.

(RP)
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