Essen Bei RWE drohen Nullrunden und weiterer Stellenabbau

Essen · Die Beschäftigten des zweitgrößten deutschen Energiekonzerns müssen sich auf weitere Einschnitte einstellen. Das laufende Sparprogramm soll verschärft und weitere Stellen über die bekannten 10 000 der 70 000 Stellen hinaus abgebaut werden, fürchten führende Gewerkschafter. Auch Mitarbeiter, die bleiben, sollen einen Sparbeitrag leisten: So werde bei RWE erwogen, bei den nächsten Lohnverhandlungen eine Nullrunde durchzusetzen, heißt es weiter. Der Konzern-Sprecher erklärte dazu: "Wir stellen vieles auf den Prüfstand. Aber noch ist nichts entschieden."

Das bereits laufende Sparprogramm "RWE 2015" sieht Einsparungen von jährlich einer Milliarde Euro vor. Doch das reicht nicht mehr, da sich die Lage der Branche noch mal deutlich verschlechtert hat. Nun sollen weitere Einsparungen von jährlich 500 Millionen hinzukommen. Bei RWE schreibt derzeit ein Drittel der Kraftwerke rote Zahlen, wie es in Konzernkreisen heißt. Daher sollen nun auch die Erzeugungssparte (RWE Generation) von den Sparmaßnahmen betroffen sein.

(RP)