Düsseldorf: Bayer-Chef zweifelt erstmals an Start der CO-Pipeline

Düsseldorf: Bayer-Chef zweifelt erstmals an Start der CO-Pipeline

Bayer-Chef Marijn Dekkers hat erstmals öffentlich Zweifel geäußert, ob die umstrittene CO-Pipeline am Niederrhein in Betrieb genommen wird. "Ich weiß nicht, ob die Pipeline jemals ans Netz gehen wird, wir werden sehen", sagte Dekkers vor der Wirtschaftspublizistischen Vereinigung in Düsseldorf.

Das rechtliche Verfahren, so der Bayer-Chef, dauere mindestens noch ein halbes Jahr. Über die Frage, was danach geschehe, wolle er nicht spekulieren, sagte Dekkers. Die Pipeline soll nach einer Freigabe durch die Gerichte giftiges Kohlenmonoxid, das bei Produktionsprozessen im Bayer-Werk Dormagen anfällt, durch ein 67 Kilometer langes Rohrsystem zur benachbarten Chemiefabrik des Konzerns in Krefeld-Uerdingen transportieren. Dort könnte es weiterverarbeitet werden.

In seinem Urteil vom 25. Mai 2011 hatte das Düsseldorfer Verwaltungsgericht eine unvollständige Prüfung der Erdbebensicherheit bemängelt und die Genehmigung (Planfeststellung) der Gasleitung deshalb für rechtswidrig erklärt. Allerdings könne der Rechtsmangel mit einem Planergänzungsverfahren der Bezirksregierung geheilt werden. Die privaten Kläger gegen das Bayer-Projekt waren gegen die Entscheidung des Düsseldorfer Verwaltungsgerichts in Berufung gegangen.

(RP)
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