Mehdorn: Bei der Sicherheit spart die Bahn nicht: Bahn-Chef weist Vorwürfe zurück

Mehdorn: Bei der Sicherheit spart die Bahn nicht : Bahn-Chef weist Vorwürfe zurück

Berlin (dpa). Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bahn AG, Hartmut Mehdorn, hat Vorwürfe zurückgewiesen, nach denen die Bahn an der Sicherheit spart.

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p class="text">Im ZDF-Morgenmagazin betonte Mehdorn am Montag, die Sicherheit sei "das teuerste Gut der Bahn". Gerade in diesen Bereich werde die Bahn zwei- bis dreistellige Millionenbeträge investieren - trotz des von ihm für die nächsten fünf Jahre verordneten Sparkurses. Bei den angekündigten Einsparungen gehe es nur darum - wie "überall in der Industrie" üblich - die Effizienz eines Unternehmens in jedem Jahr um 5 Prozent zu steigern.

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p class="text">Auch die Spekulationen, nach denen der 28-jährige Lokführer des Brühler Unglücks-Zuges übermüdet oder schlecht ausgebildet war, versuchte Mehdorn zu entkräften. Die Dienstpläne bei der Bahn seien sehr ausgefeilt und sähen regelmäßige und rechtzeitige Ablösungen vor. Niemand, der schlecht ausgebildet ist, dürfe einen Zug fahren. Allerdings sei auch die Bahn AG nur ein Unternehmen, "wo Menschen für Menschen arbeiteten", da werde es immer "menscheln".

Die Untersuchungen über die Ursache des Zugunglücks vom frühen Sonntag würden jetzt vom Eisenbahnbundesamt aufgenommen, erklärte Mehdorn. Er versicherte, dass nach dem Abschluss dieser Untersuchungen die Öffentlichkeit schnell informiert werde. Zum jetzigen Zeitpunkt lägen als klare Fakten nur auf dem Tisch, dass das Unglück anders als in Eschede nicht auf technische Mängel zurückzufähren sei und der Zug zu schnell über die Weichen fuhr.

(RPO Archiv)