Zwei Jahre nach den Terroranschlägen von Paris - 130 Menschen im November 2015 ermordet

Zwei Jahre nach Bluttat mit 130 Toten: Wie der Terror Paris verändert hat

Zwei Jahre nach den Terroranschlägen von Paris: Eine Chronik der Anschläge

Vor genau zwei Jahren ermordeten islamistische Terrorkommandos in Paris 130 Menschen. Die Anschläge vom 13. November 2015 trafen Frankreich ins Mark - die dramatischen Ereignisse prägen das Land weiter. Wo steht das Land am zweiten Jahrestag der Anschläge?

Die Terrorgefahr in Frankreich sei weiter sehr hoch, betonen die französischen Behörden bei jeder Gelegenheit. Von verheerenden Anschlägen mit Dutzenden Toten wie in Paris oder im Sommer 2016 in Nizza blieb das Land zwar zuletzt verschont, doch auch in diesem Jahr gab es mehrfach Attacken mit mutmaßlich terroristischem Hintergrund.

Zuletzt etwa der Messer-Angriff am wichtigsten Bahnhof von Marseille, bei dem zwei junge Frauen ermordet wurden.

Frankreich hat mehrfach die Gesetze verschärft, um den Behörden mehr Befugnisse im Anti-Terror-Kampf zu geben. Fast zwei Jahre lang galt der Ausnahmezustand, dieser ist nun Anfang des Monats ausgelaufen. Doch zuvor hatte das Parlament zentrale Notstands-Maßnahmen ins normale Recht überführt.

Die Sicherheitsbehörden können im Anti-Terror-Kampf deshalb weiterhin beispielsweise präventive Hausdurchsuchungen durchführen, auch wenn nicht genug Verdachtsmomente für ein Ermittlungsverfahren vorliegen. Menschenrechtler sehen diese Sonderrechte kritisch.

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Überlebende kämpfen weiter mit den Folgen der traumatischen Erlebnisse. Gerade erst hat die Regierung neue Maßnahmen zur psychologischen Begleitung versprochen.

Bei Opferverbänden war es nicht gut angekommen, dass Präsident Emmanuel Macron den eigens geschaffenen Posten eines Opfer-Staatssekretärs nach seinem Wahlsieg nicht neu besetzt hatte.

Ein Satz war nach den Anschlägen in Paris immer wieder zu hören: "Wir müssen weiter leben." Im "Bataclan" wird schon seit einem Jahr wieder Musik gespielt, in dem von den Anschlägen getroffenen Viertel pulsiert abends das Leben.

Aber es gibt nach wie vor Spuren der Anschläge in der französischen Hauptstadt. Da sind die schwerbewaffneten Polizisten und Soldaten, die an stark frequentierten Orten patrouillieren, die Beton-Barrieren bei Großereignissen - und die häufigen Metro-Verzögerungen wegen "verdächtiger Pakete".

(csr)