Staatsbesuch Wladimir Putin von Kim Jong-un in Nordkorea empfangen

Seoul · Der russische Präsident Wladimir Putin ist zu seinem Staatsbesuch in Nordkorea eingetroffen. Im Gespräch mit Machthaber Kim Jong-un dürfte es auch um Waffen gehen.

 Wladimir Putin und Kim Jong-un bei einem Treffen in Russland 2023 (Archivfoto).

Wladimir Putin und Kim Jong-un bei einem Treffen in Russland 2023 (Archivfoto).

Foto: dpa/Vladimir Smirnov

Kremlchef Wladimir Putin ist in Nordkorea eingetroffen. Staatschef Kim Jong-un habe ihn in der Nacht zum Mittwoch am Flughafen von Pjöngjang empfangen, berichteten die russischen Nachrichtenagenturen Ria Nowosti und Interfax.

Kurz vor Putins Ankunft zitierten ihn die nordkoreanischen Staatsmedien mit den Worten, Russland wisse die Unterstützung Pjöngjangs für seine Kampfhandlungen in der Ukraine zu schätzen. Beide Staaten würden sich weiter den Versuchen des Westens entgegenstellen, die Entstehung einer multipolaren Weltordnung zu verhindern – einer Weltordnung, die auf Prinzipien wie Gerechtigkeit, gegenseitigem Respekt für Souveränität und Verständnis für die Interessen des jeweils anderen beruhe.

Es ist Putins erster Besuch in Nordkorea seit 24 Jahren. Damals, kurz nach seiner ersten Wahl zum russischen Präsidenten, hatte sich Putin mit Kims Vater Kim Jong Il getroffen. Die Straßen Pjöngjangs waren mit russischen Flaggen und Porträts Putins dekoriert.

Westliche Beobachter fürchten, dass die beiden Staaten ihre militärische Zusammenarbeit ausweiten könnten. Moskau braucht dringend Muntion für seinen Angriffskrieg in der Ukraine, Nordkorea könnte im Gegenzug weitere wirtschaftliche Unterstützung und Technologie aus Russland erhalten, was wiederum das nordkoreanische Aromprogramm vorantreiben könnte.

Begleitet wurde Putin vom stellvertretenden Regierungschef Denis Mantrurow, dem neuen Verteidigungsminister Andrej Beloussow und Außenminister Sergej Lawrow, wie der außenpolitische Berater des Präsidenten, Juri Uschakow sagte. Ihm zufolge sollen während des Besuchs mehrere Abkommen unterzeichnet werden, möglicherweise auch eines über eine umfassende strategische Partnerschaft.

(ckoe/dpa)