Westjordanland: 17-jähriger Palästinenser ersticht Israeli

Gewalt in Nahost: 17-jähriger Palästinenser ersticht Israeli im Westjordanland

Erneut ist ein israelischer Bürger einer Messerattacke durch einen Palästinenser erlegen. Das Opfer ist ein 40-jähriger Aktivist, der in den sozialen Medien für Israel eintrat.

Ein palästinensischer Angreifer hat vor einem Einkaufszentrum im Westjordanland einen israelischen Siedler erstochen. Bei dem Opfer handelte es sich um Ari Fuld, einen in den USA geborenen Aktivisten, der israelische Anliegen in den sozialen Medien vertrat. Videoaufnahmen zeigten, wie Fuld am Sonntag nach den Messerstichen seinen Angreifer noch verfolgt und auf ihn schießt, bevor er zusammenbricht. Er wurde in ein Krankenhaus gebracht und wenig später für tot erklärt.

Passanten schossen ebenfalls auf den Angreifer, bei dem es sich laut israelischen Medien um einen 17-Jährigen aus einem nahe gelegenen palästinensischen Dorf handeln soll. Sein Zustand war unklar. Das israelische Militär teilte mit, ein Angreifer habe Fuld vor dem Einkaufszentrum in Gusch Etzion im Süden des Westjordanlands niedergestochen und sei geflohen.

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Fuld, ein 40 Jahre alter Vater von vier Kindern, lebte in der jüdischen Siedlung Efrat. Er kommentierte im Internet häufig politische Themen und äußerte immer wieder seine Unterstützung für das israelische Militär.

Seit 2015 haben Palästinenser mehr als 50 Israelis, zwei Amerikaner und eine Person aus Großbritannien bei Angriffen getötet. Israelische Sicherheitskräfte töteten in dem Zeitraum mehr als 260 Palästinenser, von denen laut Israel die meisten Angreifer waren.

(felt/dpa)