Wer sich über Donald Trump dieses Mal freuen kann

Kommentar zu Trumps Geisterfahrt : Wenn Putin, Erdogan und die Taliban sich freuen

Meinung US-Präsident Donald Trump begibt sich mit seinen jüngsten Entscheidungen auf eine sicherheitspolitische Geisterfahrt.

Weil die internationale US-Politik durch die Alleingänge des Präsidenten bei der Truppenpräsenz in Syrien und Afghanistan vor die Wand fährt, möchte Jim Mattis, der verbliebene Stabilisator der Administration, nicht mehr an Bord bleiben.

Schon die Aufzählung der teils enthusiastisch zustimmenden Akteure sollte Trump zu denken geben. Wenn die Taliban „sehr glücklich“ sind, Russlands Präsident Wladimir Putin und der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan es sehr begrüßen, in Syrien nun freie Hand zu haben, dann hat Trump Amerika nicht „great“ sondern klein gemacht. Angesichts der Ermittlungen zur russischen Beeinflussung der US-Präsidentschaftswahlen bekommt die Entscheidung Trumps, Moskaus in die Hände zu spielen, eine besondere Note.

Es gibt Hinweise, dass es Mattis zu verdanken ist, dass Trump das westliche Bündnis noch nicht zerdeppert hat. Die Sorgen wachsen – und es stellt sich die Frage, wer künftig das Vakuum an Verantwortung und Verlässlichkeit füllt. Vor allem Deutschland und Frankreich, die sich im Vorsitz des Weltsicherheitsrates abwechseln werden, sind hier gefragt.

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