Weltwirtschaftsforum Davos: Donald Trump lobt Beziehungen zu China

US-Präsident Trump in Davos über Verhältnis zu China : „Aber ansonsten lieben wir uns“

US-Präsident Donald Trump hat das Weltwirtschaftsforum in Davos eröffnet. In seiner Rede lobte er sein erstes Handelsabkommen mit China und vor allem auch das Verhältnis zu Präsident Xi Jinping. Das klang nicht immer so.

„Unsere Beziehungen zu China sind besser als je zuvor“, sagte Donald Trump am Dienstag in seiner Rede zur Eröffnung der 50. Jahrestagung des Weltwirtschaftsforums (WEF) in Davos. „Er ist für China, ich bin für die Vereinigten Staaten. Aber ansonsten lieben wir uns“, sagte der US-Präsident mit Blick auf Chinas Präsident Xi Jinping, den er als einen guten Freund bezeichnete.

Die von ihm geschlossenen Handelsdeals unter anderem mit China seien ein Vorbild für den Handel im 21. Jahrhundert, sagte Trump. Er stellte zudem weitere bilaterale Handelsabkommen in Aussicht, etwa mit dem Vereinigten Königreich nach dem Austritt aus der Europäischen Union.

Insbesondere mit China, aber auch mit den nordamerikanischen Freihandelspartnern Mexiko und Kanada, hatte der 45. US-Präsident einen Handelskrieg vom Zaun gebrochen, der die Weltwirtschaft belastet und für Unsicherheit gesorgt hatte. Vergangene Woche hatten die USA ein lange verhandeltes erstes Abkommen mit Peking für neue Bedingungen im Handel geschlossen.

Im Mittelpunkt des viertägigen Treffens in den Schweizer Alpen mit rund 3000 Teilnehmern aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft stehen der Kampf gegen den Klimawandel sowie geopolitische Krisen etwa im Nahen Osten und in Libyen. Die Tagung steht in diesem Jahr unter dem offiziellen Motto „Stakeholder für eine solidarische und nachhaltige Welt“.

Aus Deutschland werden außer Bundeskanzlerin Angela Merkel, die an diesem Donnerstag in Davos eine Rede hält, mehrere Minister und Konzernchchefs erwartet.

(vek/dpa)