Wegen Iran-Konflikts: Lufthansa und KLM umfliegen Straße von Hormus

Iran-Konflikt : Wegen „Zwischenfall mit der Drohne“ - Lufthansa und KLM umfliegen Straße von Hormus

Nach dem Abschuss einer US-Drohne durch den Iran haben mehrere Fluggesellschaften angekündigt, den Luftraum über der Straße von Hormus bis auf Weiteres zu meiden.

Es handele sich um eine Vorsichtsmaßnahme, teilte die niederländische Fluggesellschaft KLM am Freitag mit. Der Grund dafür sei "der Zwischenfall mit der Drohne".

Auch die Lufthansa umfliegt wegen der steigenden Spannungen zwischen Iran und den USA die Straße von Hormus. Die Änderung der Flugrouten in dem Gebiet gelte bereits seit Donnerstag, sagte ein Sprecher der Airline am Freitag. Der Bereich, den die Maschinen der Lufthansa meiden sollen, sei nun erweitert worden, fügte er hinzu. Von den Änderungen sei aber nicht der gesamte Iran betroffen. Lufthansa fliege die Hauptstadt Teheran weiter an.

Zahlreiche Fluggesellschaften hatten angekündigt, als Konsequenz aus dem Konflikt zwischen Iran und den USA den Luftraum über der Straße von Hormus und dem Golf von Oman bis auf Weiteres nicht mehr zu überfliegen. Die US-Luftfahrtbehörde (FAA) hatte amerikanischen Fluggesellschaften zuvor die Nutzung des vom Iran kontrollierten Luftraums über dem See-Gebiet untersagt. Vorausgegangen war der Abschuss einer US-Drohne, die nach Angaben der Revolutionsgarden in iranisches Hoheitsgebiet eingedrungen war. Die USA erklärten dagegen, das 130 Millionen Dollar teure unbemannte Fluggerät habe sich über internationalen Gewässern befunden.

Einem Bericht der "New York Times" zufolge hatte US-Präsident Donald Trump für diesen Freitag Militärangriffe auf Ziele im Iran genehmigt, ließ sie dann aber doch nicht ausführen.

Die Straße von Hormus ist eine strategisch wichtige Meerenge zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman. Zuvor hatte schon die US-Luftfahrtbehörde Passagiermaschinen des Landes untersagt, den vom Iran kontrollierten Luftraum über dem Persischen Golf und dem Golf von Oman zu durchqueren.

(zim/AFP/Reuters)
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