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Washington: Biden droht Putin nach Geheimdienstbericht zur Wahl 2020

Nach Geheimdienstbericht : Biden droht Putin - „Er wird einen Preis bezahlen“

Mit markigen Aussagen geht der neue US-Präsident auf Konfrontation zu Wladimir Putin. Auf die Frage, ob er Putin für einen Mörder halte, sagt Biden: „Das tue ich“. Und er droht, Putin werde einen Preis für die Einflussnahme auf die US-Wahl zahlen. Der Kreml ist empört.

US-Präsident Joe Biden hat mit einem öffentlichen Angriff und Drohungen gegen seinen russischen Kollegen Wladimir Putin in Moskau für Empörung gesorgt. Das russische Außenministerium rief am Mittwoch seinen Botschafter in Washington, Anatoli Antonow, zu Konsultation zurück. Biden hatte in einem kurz zuvor veröffentlichten Fernsehinterview auf die Frage, ob er glaube, dass Putin ein „Mörder“ ist, gesagt: „Das tue ich.“ Außerdem drohte Biden, Putin werde einen Preis für seine Taten bezahlen.

Die Beziehungen mit Washington seien in einer schwierigen Phase und von der US-Regierung in eine Sackgasse geführt worden, sagte die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa. Man wolle verhindern, dass sie unwiderruflich geschädigt würden. Ob die Order an Botschafter Antonow mit Bidens Äußerungen in Zusammenhang stand, sagte sie nicht.

Die Beziehungen zwischen den USA und Russland sind unter anderem wegen des Giftanschlags und der späteren Inhaftierung von Oppositionsführer Alexej Nawalny angespannt. Bidens Regierung hatte deshalb auch Sanktionen gegen Moskau verhängt. Zuletzt wurde auch ein Geheimdienstbericht öffentlich gemacht, wonach Putin Einflussversuche zu Gunsten von Donald Trump bei der US-Präsidentschaftswahl genehmigt habe. Der Kreml wies das zurück. „Russland hat sich nicht in die vorherige Wahl und hat sich nicht in die Wahl 2020, die im Bericht erwähnt wird, eingemischt“, sagte Sprecher Dmitri Peskow.

Angesprochen auf den Bericht sagte Biden in dem Interview mit ABC, solche Aktionen würden für Putin künftig Folgen haben. „Sie werden bald sehen, welchen Preis er bezahlen muss.“

(chal/dpa)