Wahl in USA 2017: Niederlagen für Donald Trumps Republikaner in New York, Virginia und New Jersey

Wahlen in den USA: Demokraten feiern wichtige Siege gegen Trumps Republikaner

Niederlagen für Trumps Republikaner in New York, Virginia und New Jersey

Die Demokraten in den USA haben die Gouverneurswahlen in Virginia und New Jersey für sich entschieden. Auch in New York bleibt der Bürgermeister ein Demokrat. Die Abstimmungen galten als Stimmungstest für US-Präsident Trump.

Im Bundesstaat Virginia schlug der Demokrat Ralph Northam den Republikaner Ed Gillespie, der sich Donald Trump zum Vorbild genommen und auf einen konfrontativen Wahlkampf gesetzt hatte. Der US-Präsident hatte sich für Gillespie eingesetzt, distanzierte sich aber von ihm nach der Niederlage umgehend: Gillespie habe weder ihn, noch das, wofür er stehe, bereitwillig angenommen, schrieb Trump von seiner Asien-Reise auf Twitter.

In New Jersey siegte der ehemalige US-Botschafter in Deutschland, Phil Murphy, gegen die Republikanerin Kim Guadagno. Der frühere Investmentbanker löst den unpopulären republikanischen Gouverneur Chris Christie ab, der Trump nahestand.

In New York sicherte sich der Demokrat Bill de Blasio eine zweite Amtszeit als Bürgermeister der Stadt. Mit deutlichem Abstand setzte er sich laut vorläufigen Ergebnissen gegen die republikanische Kandidatin Nicole Malliotakis und mehrere Kandidaten von Drittparteien durch.

Demokraten jubeln

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Die Sieger vom Dienstag sehen in ihren Gewinnen eine weitreichende Botschaft. "Virginia hat uns gesagt, die Entzweiung zu beenden - dass wir Hass und Engstirnigkeit nicht dulden", sagte Ralph Northam, der künftige Gouverneur von Virginia. "Die Tage der Spaltung sind vorbei. Wir werden nach vorne blicken", sagte auch der Sieger in New Jersey, der Demokrat Phil Murphy.

Gerade die Abstimmungen in den zwei US-Staaten waren wegen der im nächsten Jahr anstehenden Zwischenwahlen im Kongress von Bedeutung. Die Republikaner wollen ihre Mehrheiten in beiden Kongresskammern behalten. Die Demokraten hingegen setzen darauf, Sitze zurückzugewinnen, falls sich unter den Wahlberechtigten weiterer Unmut über die US-Regierung breit macht.

In New York hatte sich auch de Blasio als starker Kritiker Trumps etabliert. Er versprach, sich im Falle einer zweiten Amtszeit weiter für die Einwanderer in der Stadt und andere Minderheiten stark zu machen - gegen die Agenda des Präsidenten. Zudem kündigte er an, mehr Geld in Bildung und erschwingliche Wohnungen zu stecken. New York gilt als politisch links stehend, das Verhältnis von Demokraten und Republikanern liegt bei sechs zu eins.

(wer)